einverstanden Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies auf dieser Webseite zu. Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.

Pressemitteilung vom 08.06.2026

Gemeinde Boxberg/O.L. bedauert Ausschluss aus dem Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.

Die Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. hat am 03.06.2026 auf Antrag des Landkreises Bautzen den Ausschluss der Gemeinde Boxberg/O.L. aus dem Tourismusverband beschlossen.

Die Gemeinde Boxberg/O.L. nimmt diese Entscheidung mit großem Bedauern und auch mit Unverständnis zur Kenntnis. Boxberg/O.L. ist seit 2012 Gründungsmitglied des Tourismusverbandes und hat sich über viele Jahre aktiv in Arbeitsgruppen, Projekten und die gemeinsame Vermarktung des Lausitzer Seenlandes eingebracht. Die professionelle Arbeit des Teams um Geschäftsführerin Kathrin Winkler wird von der Gemeinde ausdrücklich wertgeschätzt.

Umso bedauerlicher ist es, dass nun der Ausschluss aus dem Tourismusverband mit dem geplanten Austritt der Gemeinde aus dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen begründet wird. Aus Sicht der Gemeinde Boxberg/O.L. handelt es sich dabei um zwei unterschiedliche Organisationen mit unterschiedlichen Aufgaben und Rechtsformen. Der Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. ist ein Verein, der vor allem die touristische Vermarktung und Zusammenarbeit unterstützt. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen in Hoyerswerda ist dagegen eine eigene kommunale Organisationsform mit anderen finanziellen und infrastrukturellen Verpflichtungen.

Der Gemeinderat Boxberg/O.L. hat sich die Entscheidung zum Austritt aus dem Zweckverband nicht leicht gemacht. Ausschlaggebend war insbesondere die geplante erhebliche Erhöhung der Verbandsumlagen ab dem Jahr 2027. Während die Gemeinde Boxberg/O.L. bislang eine Umlage im unteren fünfstelligen Bereich zahlte, hätte sich die finanzielle Belastung künftig um ein Vielfaches erhöht. Diese Entwicklung hat den Gemeinderat dazu bewogen, die Reißleine zu ziehen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich wesentliche Infrastrukturen und ein großer Teil des Anlagevermögens des Zweckverbandes geografisch in der verbundenen Seenkette um die Gemeinde Elsterheide befinden, insbesondere am Geierswalder See und künftig auch am Partwitzer See. Auf dem Gebiet der Gemeinde Boxberg/O.L. verfügt der Zweckverband hingegen über kein eigenes Grundeigentum.

In der Vergangenheit wurden hier vor allem kleinere touristische Maßnahmen umgesetzt, etwa ein Wegeleitsystem (mit 7 Informationstafeln), Kilometrierungspfosten, einer Sitzgelegenheit, einer Schutzhütte sowie einer Strominstallation.

Die Gemeinde Boxberg/O.L. wollte trotz ihrer Rand- und Solitärlage im Lausitzer Seenland weiterhin Teil der Solidargemeinschaft bleiben. Deshalb wurde im April 2025 beantragt, die bisherige Verwaltungsumlage beizubehalten bzw. die künftigen Verbandsumlagen zu mindestens verbindlich zu deckeln. Dieser Antrag fand jedoch keine Mehrheit. Die aktuelle Entwicklung im Zweckverband, vor allem mit Blick auf die finanziellen Belastungen und die Übernahme weiterer Aufgaben, wird kritisch gesehen.

Für den Gemeinderat war und ist entscheidend, dass finanzielle Risiken transparent, nachvollziehbar und für die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde erklärbar bleiben. Dazu gehört aus Sicht der Gemeinde auch eine klare Darstellung künftiger Bewirtschaftungs-, Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten sowie ein tragfähiges Wirtschaftlichkeitskonzept, das nicht dauerhaft von steigenden Umlagen oder Fördermitteln abhängig ist.

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat die vorgesehene Satzungsänderung des Zweckverbandes mehrheitlich abgelehnt und den Bürgermeister beauftragt, den Austritt aus dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen zu beantragen.

Die Gemeinde Boxberg/O.L. bedauert ausdrücklich, dass diese sachliche und kommunalpolitisch begründete Entscheidung nun zum Ausschluss aus dem Tourismusverband führen soll. Aus Sicht der Gemeinde wäre es im Interesse der gesamten Region gewesen, die touristische Zusammenarbeit unabhängig von der Mitgliedschaft im Zweckverband fortzuführen.

Boxberg/O.L. bleibt mit dem Bärwalder See, seinen touristischen Angeboten, Veranstaltungen, Radwegen, Häfen und Entwicklungspotenzialen ein wichtiger Bestandteil des Lausitzer Seenlandes. Die Gemeinde wird sich auch künftig für eine positive touristische Entwicklung, eine starke Vermarktung der Region und eine gute Zusammenarbeit mit den Partnern im Lausitzer Seenland einsetzen.


Pressemitteilung vom 25.08.2026

Wasserschaden macht kurzfristigen Umzug der Physiotherapie Boxberg/O.L. notwendig

Boxberg/O.L. – Nach einem akuten Wasserschaden infolge von Starkregen in den Räumen der Physiotherapie in der Diesterwegstraße 38 musste die Gemeinde Boxberg/O.L. als Vermieterin kurzfristig handeln. Oberstes Ziel war es dabei, den Praxisbetrieb weiterhin im Ortsteil Boxberg/O.L. zu ermöglichen und insbesondere für die Patientinnen und Patienten die gewohnten kurzen Wege zu erhalten.

Nach Prüfung verschiedener Alternativen wurde deshalb entschieden, die barrierefreien Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses Boxberg/O.L. vorübergehend für die Physiotherapie zur Verfügung zu stellen.

Die Gemeinde ist sich bewusst, dass das Dorfgemeinschaftshaus für das gesellschaftliche Leben im Ortsteil eine wichtige Bedeutung hat und regelmäßig von Vereinen, privaten Initiativen und für Veranstaltungen genutzt wird. Die Entscheidung wurde daher nicht leichtfertig getroffen. Andere kommunale Gebäude kamen jedoch aufgrund ihrer Nutzung, baulicher Voraussetzungen sowie bestehender Fördermittel- und Zweckbindungsfristen nicht als kurzfristig verfügbare Alternative infrage.

Eine umfassende Notsanierung beziehungsweise Reparatur der bisherigen Praxisräume in der Diesterwegstraße wäre angesichts des Zustands des Gebäudes und der ohnehin bestehenden Zukunftsplanung wirtschaftlich nicht vertretbar. Gleichzeitig bietet die jetzt gefundene Übergangslösung einen weiteren Vorteil: Für den geplanten Neubau des Gesundheitszentrums Boxberg/O.L. kann die notwendige Baufreiheit künftig schneller und unkomplizierter hergestellt werden. Dadurch können zusätzliche Zwischenlösungen und damit verbundene Kosten vermieden werden.

Nach Fertigstellung des neuen Gesundheitszentrums wird die Physiotherapie in die dort vorgesehenen modernen Räumlichkeiten umziehen. Anschließend steht das Dorfgemeinschaftshaus Boxberg/O.L. wieder vollständig für seine bisherige Nutzung zur Verfügung. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll der Neubau des Gesundheitszentrums spätestens bis zum Sommer 2030 fertiggestellt werden.

Veranstaltungen und Vereinsleben bleiben weiterhin möglich.

Für private Feiern, Vereinsveranstaltungen oder andere Nutzungen stehen in der Übergangszeit weiterhin die kommunalen Dorfgemeinschaftshäuser und Veranstaltungsräume in Kringelsdorf, Nochten, Klitten, Bärwalde, Uhyst und Reichwalde zur Verfügung.

Auch das Freigelände vor dem Dorfgemeinschaftshaus Boxberg/O.L. soll weiterhin genutzt werden können. In Abstimmung mit der Physiotherapie sollen dort auch künftig beispielsweise Kinderfeste, das traditionelle Hexenbrennen und vergleichbare Veranstaltungen ermöglicht werden.

Die Gemeinde wird gemeinsam mit der Physiotherapie darauf achten, die Einschränkungen für das gesellschaftliche Leben im Ortsteil so gering wie möglich zu halten.

„Uns war wichtig, in dieser unerwarteten Situation schnell eine Lösung zu finden, die sowohl den Patientinnen und Patienten als auch der Physiotherapie Sicherheit gibt. Gerade für ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen wäre ein Wegfall des Angebotes im Ortsteil Boxberg/O.L. eine erhebliche Belastung gewesen. Gleichzeitig wissen wir, welchen Stellenwert das Dorfgemeinschaftshaus für das Dorfleben hat. Deshalb handelt es sich ausdrücklich um eine zeitlich begrenzte Übergangslösung bis zur Fertigstellung des neuen Gesundheitszentrums.“

Die Gemeinde Boxberg/O.L. bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese aufgrund des Wasserschadens notwendig gewordene Entscheidung. Bei Fragen oder bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für geplante Veranstaltungen steht die Gemeindeverwaltung gern unterstützend zur Verfügung.


Pressemitteilung vom 03.09.2026

Pressemitteilung: Boxberg/O.L. wird in die Städtebauförderung aufgenommen

10,1 Millionen Euro Fördermittel bis 2038 für die Entwicklung der Ortsmitte

Die Gemeinde Boxberg/O.L. freut sich sehr über die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Damit erhält die Gemeinde eine langfristige Perspektive für die weitere Entwicklung der Ortsmitte von Boxberg/O.L.

Für die Gesamtmaßnahme „Ortsmitte“ stehen der Gemeinde bis zum Jahr 2038 Fördermittel in Höhe von insgesamt 10,1 Millionen Euro in Aussicht. Bereits im Programmjahr 2026 erhält Boxberg/O.L. hierfür eine erste Förderung in Höhe von 2,4 Millionen Euro.

Mit Hilfe der Städtebauförderung können in den kommenden Jahren wichtige kommunale Projekte Schritt für Schritt umgesetzt werden. Dazu gehören insbesondere die Sanierung der Schulgebäude, der geplante Neubau der Kindertagesstätte, die Gestaltung einer attraktiven Ortsmitte und des Marktplatzes sowie weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfeldes und der öffentlichen Infrastruktur.
„Die Aufnahme in die Städtebauförderung ist für Boxberg/O.L. eine sehr gute Nachricht und ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung unseres Ortes. Mit den in Aussicht gestellten 10,1 Millionen Euro erhalten wir die Möglichkeit, Projekte anzugehen, die unsere Gemeinde sichtbar aufwerten wird. Schulen, Kita, öffentliche Räume und eine attraktive Ortsmitte sind entscheidend dafür, dass Boxberg/O.L. auch in Zukunft ein lebenswerter Wohn- und Arbeitsort bleibt“, erklärt Bürgermeister Hendryk Balko.

Gerade vor dem Hintergrund des Strukturwandels und des geplanten Kohleausstiegs bis 2038 ist die langfristige Unterstützung von Bund und Freistaat Sachsen für die Gemeinde von großer Bedeutung.
„Wir wollen die Fördermittel gezielt dafür einsetzen, unseren Ort moderner, familienfreundlicher und attraktiver zu gestalten, der Bildungscampus Boxberg/O.L. wird dabei ein Schwerpunkt sein“, so Bürgermeister Balko weiter.

Die nun erfolgte Aufnahme in das Programm schafft für die Gemeinde eine langfristige Planungsperspektive bis 2038. Die einzelnen Vorhaben sollen entsprechend ihrer Planungsreife, Finanzierung und kommunalen Priorität in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden. Die Arbeit an dem Integrierten Gemeindeentwicklungskonzept (INGEK) und Stadtentwicklungskonzept (SEKO) von Boxberg/O.L. im Jahr 2025 haben sich damit ausgezahlt und können nun umgesetzt werden.

Die Gemeinde Boxberg/O.L. bedankt sich beim Freistaat Sachsen und beim Bund für die Unterstützung und sieht die Städtebauförderung als wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Entwicklung des Ortes im Zuge des Strukturwandels.

 

Bürgermeister und Vertreter der Grund- und Oberschule
Schulcampus