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Klitten

Dem Ort Klitten (Kljetnow) kann kein genaues Gründungsdatum zugeordnet werden. Dagegen wird die Kirche zu Klitten urkundlich 1346 erwähnt. Sie unterstand dem damaligen Bischof von Meißen. Aus Görlitzer Gerichtsbüchern wird das wendische Dorf 1461 mit dem Namen Kletin sowie 1479 als Kletten erwähnt. Ob der Name aus dem altslawischen Wort Kleti – Vogelbauer, kleines Haus – oder von einem der früheren Schlossherren, dem Herrn von Klettin abstammt, ist nicht bekannt.
Die ersten Eintragungen sind mit den Kirchenbüchern während des Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) mit Pfarrhaus und anderen Gebäuden verbrannt. Durch Brände und Kriegshandlungen kamen die Klittener lange nicht zu Ruhe. Ein weiterer Großbrand zerstörte 1689 neben zahlreichen Höfen auch das Schulgebäude und damit den ältesten Schulstandort der damaligen Region.
In den Jahren 1813 (Freiheitskriege), 1866 (Deutscher Krieg) sowie im April 1945 (2. Weltkrieg) wurde Klitten von Kriegen heimgesucht, es wurde gebrandschatzt, verwüstet und der Bevölkerung viel Leid angetan.
In den letzten Kriegstagen brannte die evangelische Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Die im Jahre 1847 fertiggestellte Altlutherische Kirche wurde „nur“ durch ein paar Treffer beschädigt und schnell wieder aufgebaut.
Mit dem Neubau der niedergebrannten Kirche wurde 1947 begonnen und diese im Jahr 1950 eingeweiht. Der Bau wurde mit einer großen Solidarität unter der Bevölkerung angegangen und getragen. Arbeitsmaterialien und- Mittel sowie die eigene Arbeitskraft stellten die Klittener für ihre Kirche zur Verfügung. Auch die letzte große Bewährung meisterten die Klittener Bürger dank ihrer Einigkeit. Erfolgreich wendeten sie eine Abbaggerung ihres Ortes durch den Kohlebergbau, der eine Devastierung aus ihrer Heimat zur Folge hätte, ab. Nur der Ortsteil Jasua musste dem Vorrücken des Tagebaus Bärwalde damals weichen.
Heute ist die Zukunft von Klitten eng mit der Entwicklung des Bärwalder Sees mit dem Hafen und dem Wassersport verbunden. Am 01.02.2009 wurde die Verwaltungsgemeinschaft mit Boxberg/O.L. aufgelöst und der Ort wurde nach Boxberg/O.L. eingegliedert. Heute leben in Klitten 476 Einwohner (08.12.2015).

 

Ortschaftsrat:

 

Bahlo, Annemarie (Ortsvorsteher)
Vater, Thomas (Stellvertreter)   
Habel, Jens  
Wünsche, Susen   
Laupitz, Frank

Krause, Christian

Katholische Kirche in Klitten
Bärwalder See am Klittener Ufer
Luftaufnahme von Klitten
Evangelische Kirche in Klitten


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