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Förderverein Lausitzer Findlingspark Nochten e.V.

Seit drei Jahrzehnten wird im sächsischen Tagebau Nochten Braunkohle gefördert. Dabei stoßen die Lausitzer Bergleute immer wieder auch auf skandinavische schwergewichtige Findlinge, die mit den Eiszeiten in die Lausitz gelangten. Allein im Tagebau Nochten werden jedes Jahr rund 4000 Findlinge geborgen. Lange galten die schweren Brocken mit den sanften Rundungen als "Steine des Anstoßes". Sie lagen beim Abbau der Braunkohle im Weg, beschädigten Tagebaugeräte und Förderbänder. Findlinge bedeuteten Gefahr und wurden deshalb vor Ort verkippt oder gesprengt.

Im sächsischen Nochten entstand ein europaweit einmaliges Projekt, welches im Sommer 2000 begann und rund drei Jahre in Anspruch nahm. Auf dem einstigen Bergbauareal entstand der Lausitzer Findlingspark Nochten, ein Landschaftspark der besonderen Art. Mit nahezu 7000 großen Findlingen aus den Tagebauen Nochten und Jänschwalde wurden in einer Fantasie-Landschaft einzigartige Gartenräume geschaffen, die den Besucher beeindrucken werden, weil er so etwas ähnliches bisher noch nie gesehen hat. Diese Findlinge bilden die Basis für die einzelnen Gartenbereiche, in denen sich das ganze Jahr über ein Blühhöhepunkt an den nächsten anschließt.

Findlingspark rotes HeidekrautFindlingspark rote Blumen

 

Gartenbereiche:

  1. Heidegarten
  2. Heidemoor
  3. Steingarten
  4. Teichgarten
  5. Klein-Skandinavien
  6. Waldsee

Seit Mai 2003 sind die Pforten des Findlingsparks für jeden Besucher weit geöffnet. Wer eine Entdeckungsreise durch die Findlingswelt unternehmen möchte, folgt am besten dem Hauptweg. Der drei Kilometer lange Rundweg beginnt in einer Dünenlandschaft mit sanften Hügeln und Senken, dem Heidegarten. Auf einem Seitenweg gelangt man zu einem typischen Lausitzer Heidemoor. Weiter führt der Weg in den Steingarten über drei Kiefer im FindlingsparkHöhenzüge, deren karger Bewuchs an schroffe Gebirgslandschaften erinnert. Unterwegs laden Rastplätze und Sonnenbänke zum Verweilen ein. Über Steinstufen fließen kleine Bäche ins Tal und sammeln sich im zentralen Gewässer, welches das Steinreich mäanderartig durchzieht. Am Ufer des Teiches atmet die Gartenwelt einen Hauch von Japan. Inspiriert von asiatischer Gartenkunst wurden immergrüne Gehölze und eindrucksvoll strukturierte Steine miteinander kombiniert. Westlich des Teichgartens erheben sich 25 Meter hohe Hügel. Der Weg auf die Anhöhen führt über Klein-Skandinavien: einen geologischen Lehrpfad mit über 80 verschiedenartigen erratischen Blöcken. Auf dem Gipfel nähert sich ein weithin sichtbares Feldzeichen der Eiszeit von der künstlerischen Seite. Für eine erstklassige Betreuung der Gäste sorgt das 2007 eröffnete Besucher- und Informationszentrum und auf die kleinen Gäste wartet ein großer Abenteuerspielplatz. Im Verkaufsshop unserer Touristinformation kann man viele unserer im Park vorhandenen Pflanzen käuflich erwerben.

Zu erreichen ist der Park über die Autobahn A4 (Abfahrt Bautzen - 30 min)
oder die A14 (Abfahrt Roggosen - 50 min).

 

Findlingspark KrokusFindlingspark violettes HeidekrautFindlingspark mit Osterglocken


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