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Nochten

Erwähnt wurde Nochten erstmals im Jahre 1443, im Zusammenhang mit der Schilderung eines Streifzuges der Raubritter von Nordböhmen in Richtung Liegnitz.
Der sorbische Name "Wochozy" bedeutet: ein durch Umgang bestimmter Waldbezirk, später: die Siedlung in diesem Waldbezirk. Nochten ist bekannt durch den gleichnamigen Tagebau. Aufgrund der fortschreitenden Braunkohleförderung erfolgte von 1983 bis 1989 eine Teilumsiedlung für 37 Familien. Dort, wo die Kohlebagger ihre Arbeit bereits beendet haben, wird mit viel Aufwand an der Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft gearbeitet. So entstand unter anderem am Ortsrand mit dem Lausitzer Findlingspark (siehe Tourismus) ein einzigartiger "Riesensteingarten", der im Jahr 2003 der Öffentlichkeit zugängig gemacht wurde.
Der Spielmannszug Nochten muss an dieser Stelle unbedingt Erwähnung finden. Bei öffentlichen Veranstaltungen, Jubiläen und Feiern ist er nicht mehr wegzudenken. Sein Können bewies er schon bei Bundesausscheiden. Im ehemaligen Kindergarten entstand 1998 die Begegnungsstätte "Ländlicher Raum" des Kreislandfrauenvereins des Niederschlesischen Oberlausitzkreises mit einer Heimatstube. Nochten, mit heute 264 Einwohnern (Stand 08.12.2015), wurde am 01.03.1994 in die Gemeinde Boxberg/O.L. eingegliedert.

 

Im Jahre 1912 wurde der Dachverband der Sorben in der Lausitz, die Domowina gegründet. Im Laufe der Zeit bildeten sich eigenständige Trachtenregionen heraus, sowie auch die Nochtener Tracht die heute noch zu bestimmten Anlässen von Mädchen und jungen Frauen getragen wird.

Wer möchte, kann bei einem Besuch des Lausitzer Findlingsparks Nochten auf typisch sorbische Art mit Brot und Salz begrüßt werden.
Diese Traditionen, denen man sich gern annimmt und weiterführt, verbinden die sorbische und deutsche Bevölkerung.

 

Ortschaftsrat:

 

Weier, Mario (Ortsvorsteher)      
Wartenberg, Tom (Stellvertreter)
Droigkt, Udo    
Hubatsch, Henry   
Ladusch, Roland

Kirche in Nochten
Sorben beim Eiermalen
Findlingspark in Nochten


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