.

Bärwalde

Der kleine Ort mit 165 Einwohnern wurde um 1400 erstmals urkundlich erwähnt. Sein sorbischer Name "Bjerwald" ist nicht nach dem Tier Bär, sondern nach einem umliegenden Walde, in dem Beeren wuchsen, benannt. 1875 legte Friedrich Hermann Rötschke einen Landschaftspark mit einzigartigen Basaltgrotten an. Er bezog den alten artenreichen Baumbestand, die Spree und den Mühlengraben gekonnt in den Park mit ein. Leider sind heute nur noch Ansätze davon zu sehen. Die Parkanlage in Kromlau erschuf er vor seinem Umzug nach Bärwalde.

Mit Hilfe der Wasserkraft der Spree versorgte das Elektrizitätswerk Bärwalde in den Jahren 1923 bis 1964 insgesamt 26 Orte der Umgebung mit elektrischem Strom. Dieses Gebäude befindet sich heute in privatem Besitz und dient zu Wohnzwecken.
Das in den Jahren 1922/1923 vom Gutsherren Rudolf Hünlich erbaute Schloss diente von 1950 bis 1991 als Lungenklinik, deren Ruf weit über die Grenzen der Lausitz hinaus bekannt war. Das ehemalige Schloss steht heute unter Denkmalschutz.

Der Tagebau Bärwalde wurde im Jahr 1973 aufgeschlossen. Die Orte Merzdorf (1975 mit 182 Einwohnern) und Schöpsdorf (1980 mit 55 Einwohnern) mussten den Braunkohlebaggern weichen. Nach der Stilllegung führte man ab 1993 im Tagebaurestloch umfangreiche bergbauliche Sanierungsarbeiten durch, ehe mit der Flutung der größte See des Freistaates Sachsen - der „Bärwalder See“- entstand. Heute finden hier zahlreiche Touristen und Wassersportler ideale Bedingungen vor.

Am 01.01.1998 wurde Bärwalde in die Gemeinde Boxberg/O.L. eingegliedert.

 

Ortschaftsrat:

 

Zschippang, Frank (Ortsvorsteher)   
Mickel, Manuela (Stellvertreter)
Wardius, Hans-Joachim   
Gnatzy, Daniel     
Lohs, Sigmar 

Basaltgrotten Bärwalde
Schloß Bärwalde
Bärwalder See


.
.

xxnoxx_zaehler